Corinnas Tipp (in Kooperation mit unserem Chemiker Christopher):

aluminiumSchon lange beschäftigt mich das Thema Aluminium.
Die meisten von euch werden in den Medien schon mal über die möglichen Zusammenhänge zwischen Aluminiumchlorid und Brustkrebs gehört haben. Neuerdings kommen immer mehr Deos auf dem Markt, die auch ohne diese Verbindung auskommen.
Aber was steckt wirklich hinter den aluminiumchloridhaltigen Schweißkillern und wie gefährlich sind sie tatsächlich für unsere Gesundheit?
Auch mir bereiten die Deos auf Aluminiumbasis Kopfzerbrechen, denn diese Präparate wirken durch Aluminiumchlorid oder Aluminiumchlorhydroxide, die unsere Schweißdrüsen verengen und so verhindern, dass Schweiß gebildet wird. Schweißhemmend wirkt Aluminium zum einen durch die Eigenschaft, die Haut zusammenzuziehen und zum anderen durch die Bildung eines gelartigen Protein-Komplexes, der wie eine Art Pfropfen temporär die Ausführgänge der Schweißkanäle verschließt.

Unser Körper entgiftet über verschiedenen Zonen, auch unsere Achselhöhlen gehören dazu. Deos, die diesen natürlichen Entgiftungsprozess unterbinden, führen unter anderem dazu, dass weniger Schadstoffe ausgeschieden werden können.

Einige Menschen reagieren allergisch auf Aluminiumverbindungen. Das kann sich in Form von Hautausschlägen oder Irritationen äußern.
Aber wirken Deos auf Aluminiumbasis tatsächlich krebserregend auf unseren Körper?
Tumore sitzen häufig außerhalb der Brust, also Richtung Achselhöhlen. Aus diesem Grund entstand u.a. die Vermutung, dies könnte mit der Verwendung aluminiumhaltiger Produkte in Zusammenhang stehen. Ein Großteil der Studien belegt diese These jedoch nicht.
Ich bin trotzdem der Meinung man sollte immer genau auf seinen Körper achten, denn dadurch werdet ihr relativ schnell merken, was euch gut tut und was nicht. Durch meine Neurodermitis reagiert meine Haut ohnehin sehr empfindlich auf viele Inhaltsstoffe. Immer wieder konnte ich feststellen, dass meine Haut Ekzeme und rote Pusteln unter den Achseln bildete. Insbesondere, wenn ich kurz nach dem Rasieren aluminiumhaltige Deos benutzte. Ich habe deshalb schon vor vielen Jahren auf Naturkosmetik umgestellt und kaufe Deos, die ohne Aluminium auskommen. Mein Ökodeo riecht neutral und wirkt super! Mit Entzündungen oder Juckreiz habe ich gar nicht mehr zu kämpfen.

Aber was ist Aluminium überhaupt? Und gelangt es auch über Nahrungsmittel in unseren Körper? Aluminium ist ein Leichtmetall und eines der häufigsten Elemente der Erdkruste. Deswegen kommt es auch in fast allen Lebensmitteln, besonders in getrockneten Kräutern, Gewürzen, in Schokoprodukten sowie in unserem Trinkwasser vor. Auch in unserem Körper befinden sich im Schnitt etwa 50 bis 150 Milligramm Aluminium. Durch die Nahrungsaufnahme gelangt normalerweise nur ein sehr geringer Anteil direkt in unserem Körper. Aluminium an sich, ist somit erst mal etwas Natürliches und nichts Gefährliches.

Ausschlaggebend ist jedoch die Aufnahmemenge. Einige Medikamente sowie Impfungen verfügen über Aluminiumverbindungen, wie z.B. Medikamente zur Neutralisierung der Magensäure, aber auch Kopfschmerztabletten, von denen mehrere Marken das basische Aluminiumhydroxid enthalten. Und damit hört es leider noch nicht auf. Aluminium begegnet uns nicht nur in der Kosmetika, die man austauschen könnte…viele Kochutensilien sind aluminiumbeschichtet, nicht gesprochen von der Belastung unseres Trinkwasser und unserer Umwelt. In vielen Fertigprodukten wie Backmischungen und Süßigkeiten, Laugengebäck begegnet uns Aluminium in Form von E-Nummern. Achtet mal verstärkt bei eurem nächsten Einkauf im Supermarkt darauf!
Achtung an alle Mamas: Auch in industriell produzierter Babynahrung sind diese Zusatzstoffe vorhanden! Und so ist es kein Wunder, dass Wissenschaftler in den letzten Jahrzehnten eine steigende Belastung verzeichnen.

aluminium_deoAluminiumhaltige Antitranspirantien tragen zur Aufnahme von Aluminium bei, Stellungnahme Nr. 007/2014 des BfR vom 26. Februar 2014: „Verbraucherinnen und Verbraucher nehmen bereits über Lebensmittel hohe Mengen Aluminium auf, und die wöchentlich tolerierbare Aufnahmemenge ist wahrscheinlich bei einem Teil der Bevölkerung alleine durch Lebensmittel ausgeschöpft. Bei langfristiger Anwendung aluminiumhaltiger kosmetischer Mittel könnte der TWI dauerhaft überschritten werden und sich Aluminium im Körper anreichern. Wissenschaftliche Unsicherheiten bestehen derzeit aber noch u.a. in Bezug auf die tatsächliche Penetrationsrate und die Langzeitfolgen chronischer Aluminiumexposition.“

Unser Körper ist auf der einen Seite in der Lage relativ viel Aluminium über die Nieren abzubauen, bei Langzeitstudien konnten Forscher jedoch Halbwertszeiten von über 50 Jahren verzeichnen.
Neben Krebserkrankungen steht Aluminium auch unter Verdacht der Auslöser für Alzheimer zu sein. Auch dafür gibt es bislang keinen endgültigen Beweis. Bei Patienten, die auf eine Dialyse angewiesen waren, wurde die erhöhte Wahrscheinlichkeit einer Demenzerkrankung bestätigt. Lange Zeit enthielten die Dialyseflüssigkeiten eine hohe Menge an Aluminiumsalzen. Die betroffenen Patienten entwickelten daraufhin Hirnschäden, die bis zu einer schweren Demenzerkrankung reichten. Bis heute ist der genaue Zusammenhang jedoch nicht erklärt. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht dennoch erheblichen Forschungsbedarf hinsichtlich Langzeitstudien.

Mein Fazit: Ob aluminiumchloridhaltige Deos Brustkrebs auslösen, ist derzeit gemäß Studien nicht belegt. Meinem Körper tun sie einfach nicht gut, deshalb lasse ich sie weg! Ich stinke trotzdem nicht! 😉
Wenn ihr trotzdem nicht auf euer Deo verzichten möchtet oder könnt, bitte tragt es nicht auf eure frisch rasierten Achseln auf, dadurch kann Aluminium direkt in euren Körper gelangen.

Was Lebensmittel und Küchenutensilien betrifft: Sommerzeit bedeutet Grillzeit – Folienkartoffel, Alugrillpfannen vermeide ich. Durch die Erhitzung der Folie nehmen die Lebensmittel Aluminiumpartikel auf, die dadurch direkt in unseren Körper gelangen. Das braucht kein Mensch!
Getränke- und Konservendosen aus Aluminium sind zwar extra beschichtet, um zu verhindern, dass Aluminium sich nicht mit dem Inhalt vermischt; in meiner Küche haben sie trotzdem nichts mehr zu suchen. Ich kaufe haltbar gemachte Produkte ausschließlich in Gläsern.
Guckt eure Küchenutensilien durch, abgeschlagene Emaille-Bratformen, angekratzte Teflonpfannen, Aluminiumbleche oder das alte Blechgeschirr von Oma hat nichts mehr in euren Schränken zu suchen! Damit setzt ihr euren Körper nur unnötigen Giften aus. Auch Bratenwender, Kochlöffel aus Melamin solltet ihr ersetzen, da diese Utensilien bei großer Hitze Melamin und Formaldehyd abgeben sollen. Benutzt stattdessen lieber Produkte aus Holz oder Keramik.

Weitere Infos findet ihr unter: http://www.bfr.bund.de/cm/343/aluminiumhaltige-antitranspirantien-tragen-zur-aufnahme-von-aluminium-bei.pdf

Corinna & Christopher for rethinker