Jeder von uns kennt das Gefühl von einem schrillenden Wecker aus dem Schlaf gerissen zu werden. Ein Blick auf die Uhr verrät, dass man schon wieder viel zu spät dran ist. Wer denkt in einem solchen Moment an ein ausgewogenes Frühstück?

IMG_20150129_191745Jahrelang zwang ich mich zu einem Marmeladenbrot und einer Tasse Kaffee, um nicht mit knurrenden Magen im ersten Meeting zu landen. Lange hielt das Sättigungsgefühl leider nicht an, bis zum Mittagessen musste ich mir oft noch kleine Zwischenmahlzeiten mitnehmen, wie Obst oder Brote.

Eine meiner Freundinnen setzte sich mit dem Thema Vollwertkost auseinander und wies mich auf die Lehre von Dr. Bruker hin. Durch eines seiner Bücher war sie auf den sogennanten Frischkornbrei gestoßen. Sie berichtete mir, dass sie sich dadurch  vitaler fühlte. Anfangs war ich dennoch skeptisch – ich sollte Brei essen?!

Die Neugierde siegte dann doch und wir bereiteten gemeinsam den Frischkornbrei zu. Ich war sofort begeistert, der Brei hält unheimlich lange satt und schmeckt auch noch gut.

Nach Bruker ist der Frischkornbrei eine unentbehrliche Grundlage zur Verhütung von ernährungsbedingten Zivilisationskrankheiten. Er kann aus einer einzelnen Getreideart oder einer Mischung hergestellt werden. Eine gute Auswahl an verschiedenen Sorten findet ihr in jedem Reformhaus.
Bevor ihr den Brei testet, solltet ihr bei einem bestehenden Verdacht, in einem Labor über einen Bluttest bestimmen lassen, ob ihr Gluten vertragt!

Wichtig ist es den Brei frisch zu mahlen, da ansonsten wertvolle Vitamine verloren gehen!

frischkornbrei_zubereitungMein persönliches Rezept besteht aus Braunhirse und Buchweizen (beide Sorten sind glutenfrei).
Aber auch weitere Getreidesorten wie Amaranth oder Dinkel sind empfehlenswert. Von dieser Mischung werden täglich 4 Esslöffel pro Person mit Hilfe einer elektrischen Getreidemühle geschrotet. Diese wird mit kaltem Wasser zu einem Brei gerührt und über Nacht ca. 5-12 Stunden bei Raumtemperatur stehen gelassen. Anschließend verfeinere ich den Brei mit einer Brise Zimt (senkt den Insulinspiegel) sowie regionalem Obst. Besonders gut schmeckt der Brei mit einem frisch geriebenen Apfel oder einer zermatschten Banane. 2 Esslöffel Leinöl runden den perfekten Start in den Tag ab.

Der Brei ist nun schon seit Jahren mein tägliches Frühstück, ich brauche keine Zwischenmahlzeiten bis zum Mittagessen und fühle mich deutlich aktiver.

Amaranth:

-hoher Eisen- und Magnesiumgehalt
-70 Prozent der enthaltenen Fette bestehen aus ungesättigten Fettsäuren
-enthält sämtliche essentielle Aminosäuren und verfügt insgesamt über einen Proteingehalt von etwa 15 bis 18 Prozent
-hochwertiger Eiweißlieferant (wichtig für Vegetarier und Veganer)
-enthält Lysin

Buchweizen:

-stoffwechselanregend
glutenfrei und lektinfrei, da keine Getreidesorte
-liefert hochwertiges Eiweiß
-senkt den Blutzuckerspiegel
-liefert darüber hinaus einerseits Ballaststoffe und andererseits große Mengen an Lezithin, senkt dadurch den Cholesterinspiegel und steigert die Hirnaktivität

Hafer:

-ernährungsphysiologisch wertvollstes mitteleuropäisches Getreide
-der größte Energiespender unter allen Getreidesorten
-bedeutender Gehalt an hochwertigen Proteinen, ungesättigten Fettsäuren, Vitaminen und Ballaststoffen
-„Jungbrunnen“ durch Vitamin E
-hoher Zinkgehalt stärkt das Immunsystem
-Eisengehalt ist für die Entwicklung von Babys besonders förderlich
-natürliches Antidepressivum durch die Aminosäure Tryptophan, die vom Körper in Serotonin umgewandelt wird

Hirse:

-„Schönmacher“
-enthält viele Mineralstoffe und Spurenelemente (Calcium, Magnesium, Phosphor, Flour), insbesondere Silicium
-wichtiger Eisen- und Magnesiumlieferant
-besonders gut für Knochen, Gelenke, Haut, Haare, Nägel, Bindegewebe
-glutenfrei, daher besonders gut bekömmlich für Personen, die mit Magen Darm Problemen oder Zöliakie zu kämpfen haben
-besonders empfehlenswert ist Braunhirse= ungeschälte Hirse, enthält daher alle Vital- und Mineralstoffe des vollen Hirsekorns, noch reicher an Mikronährstoffen

Leinsamen/ Leinöl:

-Omega-3-Fettsäuren, Ballaststoffe und Lignane, verringern das Risiko an Brustkrebs zu erkranken!
-in Leinsamen befinden sich ungefähr 100 Mal mehr Lignane als in jedem anderen Lebensmittel.

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by Corinna

#PowerFrühstück #DrBruker #Vollwertkost