Corinnas Lifestyle:

Seit meiner Geburt leide ich an Neurodermitis.

Lange Zeit war mir nicht bewusst, welche Auswirkungen eine gesunde Ernährung auf den Verlauf dieser nervigen Hautkrankheit hat.

rethinker_rtIch habe das Glück eine Mama zu haben, die immer frisch und gesund für uns gekocht hat. Rohkost und vollwertige Produkte stehen seit meiner Kindheit auf dem täglichen Speiseplan. Fleisch gab es bei uns maximal zweimal die Woche.
Ich habe also ziemlich Glück gehabt, denn mein Gaumen musste sich nie an all die Geschmacksverstärker und Fertiggerichte gewöhnen.
Jahrelang habe ich jedoch viele Milchprodukte zu mir genommen. Das morgendliche Glas Milch gehörte für mich zum Frühstücken dazu, hier ein Joghurt, da ein Käsebrot usw. Mir ist leider erst sehr spät aufgefallen, dass meine Haut nach solchen Mahlzeiten verstärkt zu Ekzemen neigte. Morgens gabs des Öfteren einen Marmeladentoast oder irgendwelche Müsliflocken, die eigentlich hauptsächlich aus Zucker bestanden. Ich habe mir nie weiter große Gedanken darüber gemacht, da ich täglich Obst und Gemüse gegessen habe. So gehörten Cortison und diverse andere Cremchen zu meiner täglichen Hautpflege, um meine juckende Haut unter Kontrolle zu halten.

Keiner der zahlreichen Hautärzte wies mich jemals darauf hin, dass tierische Eiweiße in Zusammenhang mit Neurodermitis stehen. Auch den Themen Industriezucker und Auszugsmehl wurden keinerlei Bedeutung beigemessen.
Glücklicherweise sind in meinem Freundeskreis einige Rethinker, die mir wichtige Artikel zu dem Thema weitergeleitet haben. Besonderen Dank an meine liebe Jessy, die mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet hat.
Die tatsächliche Bedeutung von einer gesunden Ernährung und Lebensweise wurde mir aber leider erst durch einen schweren Krankheitsfall im engsten Freundeskreis bewusst.

Als ich nach diesen Erkenntnissen begann meine Ernährung umzustellen, war es mir persönlich wichtig dies Schritt für Schritt zu tun. Ich nahm mir die Zeit Dinge zu recherchieren und zu hinterfragen.
brukerIch begann mit der Umstellung meines Frühstücks und arbeitete mich langsam durch meinen Tagesablauf. Auf Milchprodukte verzichte ich inzwischen fast komplett.
Zum Frühstück gibt es bei mir den Frischkornbrei nach Bruker, Smoothies mit Chia Samen oder während der Sommermonate Beeren und andere leckere Obstsorten. Meine Mahlzeiten ergänze ich mit diversen Superfoods, die meinem Fitnesslevel unglaublich gut tun. Ich habe das Gefühl fitter zu sein, als vor 10 Jahren.
Von Julia habe ich während der Umstellung viele tolle Tipps für eine Ernährung ohne tierische Eiweiße erhalten. Sie hat mir einen sehr wichtigen Artikel zum Thema Milch nahe gelegt. Ich kann nur jedem empfehlen sich damit auseinander zu setzen.

Ich lebe trotzdem weder konsequent vegan, noch vegetarisch.
Hochwertige Lebensmittel erhöhen für mich persönlich die Lebensqualität. Was ich zu mir nehme, soll mir gut tun, aber mir auch gleichermaßen schmecken. Für mich war z.B. relativ schnell klar, dass ich nicht jahrelang komplett auf Fleisch oder Fisch verzichten würde. Die Massentierhaltung lehne ich jedoch kategorisch ab. Wichtig ist mir, dass ich in kleinen Metzgereien einkaufe, die auf eine artgerechte Haltung der Tiere achten. Am Wochenende schlendere ich gerne über Märkte und durch Bioläden. Ich kaufe hochwertige Lebensmittel und achte auch bei der Zubereitung auf schonende Garmethoden.

Ich finde es nicht richtig ein gesunden Lebensstil an einem einzigen Begriff festzumachen.
Oft höre ich z.B. du lebst doch gar nicht gesund, du isst doch Fleisch und letztens hab ich dich mit einem Eis gesehen…
Ich achte sehr auf meine Ernährung, aber ab und an etwas „Ungesundes“ wie ein Stück Kuchen zu essen, wird keine radikalen Auswirkungen auf meinen Körper haben.
Der Mensch sehnt sich halt nach seinem Schubladendenken, deshalb habe ich nach einem Begriff gesucht, der meinen lifestyle beschreibt und bin schnell fündig geworden.

Menschen, die so leben wie ich, nennt man neumodisch auch „Flexitarier“.
Nach einer Studie der Universitäten Göttingen und Hohenheim gehören in Deutschland knapp zwölf Prozent zu dieser Gruppe. Die flexitarische Lebensweise kann als eine Art „lockerer Vegetarismus“ bezeichnet werden.

Sich flexitarisch zu ernähren, bedeutet für mich, mir bewusst Gedanken über Nahrungsmittel zu machen, aber trotzdem weiterhin flexibel zu sein. Die Motivation dieser Lebensweise ist neben Umwelt- und Tierschutz, der Schutz meiner eigenen Gesundheit.

by Corinna

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