Pflegetipp von unserem Hautschutzengel:

feriHallo liebe Community,

in meinem letzten Artikel habe ich euch von meinen Erfahrungen mit der Perioralen Dermatitis berichtet und dem Kampf den ursprünglichen Zustand meiner Haut wieder herzustellen.

Trotz der Bekämpfung der Perioralen Dermatitis braucht die Haut viel Zeit für die Regeneration. Eine Umstellung der Kosmetikprodukte schafft auch keine sofortige Änderung. Man sollte versuchen geduldig zu sein und auch Rückschläge in Kauf zu nehmen… denn die Haut kann sich zwar erholen, aber sie merkt sich alles!
Wie ihr in meinem letzten Artikel gelesen habt, achte ich beim Kauf von Kosmetika immer auf die Inhaltsstoffe. Es kann auch mal passieren, dass ich eine Stunde in einer Drogeriekette oder Parfümerie verbringe, nur um mich mit den Produkten zu befassen, die mich interessieren:-D… ABER manchmal geht es auch schneller, indem ich mit diversen Apps die Produkte scanne und so direkt sehe, welche Bedeutung hinter den Inhaltsstoffen steckt.
Da ich mich schon länger damit befasse, fällt mir das Prüfen der Inhaltsstoffe etwas leichter.
Oft findet man Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Silikone (Endungen –icone, ,siloxane bzw. Liquidum paraffinum etc.) oder hormonell wirksame Inhaltsstoffe wie Parabene (Endungen: -parabene, PHB, Parahydroxybenzoat, Ethylhexyl Methoxycinnamate etc. ) häufig in den herkömmlichen Produkten und erkennt diese nach einer Zeit schneller –  Last but not least sind diese bei weitem nicht die einzigen Stoffe, die unsere Haut reizen können.

Die Einen oder Anderen von Euch haben sich bestimmt schon mit diesen Begriffen auseinandergesetzt und sich gefragt, warum sie so schädlich für unseren Körper sein sollen.
Nun, erst einmal eine kleine Einführung in die Bedeutung der Begriffe Silikon und Parabene (diese sind in fast allen Produkten, außer in zertifizierter Naturkosmetik):
Silikone werden aus Erdöl gewonnen und dienen als synthetische Weichmacher (kommen zu 98% in konventionellen Kosmetika und Pflegeprodukten vor). Die Naturkosmetikhersteller verwenden anstatt Erdöl bzw. Paraffin, meist Pflanzenöle (Arganöl, Jojobaöl..) bzw. natürliche Inhaltsstoffe – daher sind diese Produkte teurer als konventionelle Kosmetikprodukte. Leider muss man auch sagen, dass viele Highend Produkte ebenfalls die günstige Alternative bevorzugen und man somit viel Geld für minderwertige Qualität ausgibt. Warum?
Tja, der Begriff Weichmacher sagt bereits einiges. An sich sind Silikone für uns nicht so „schädlich“, eher für die Umwelt, da einige Verbindungen schwer bis kaum abbaubar sind.
Silikone in Shampoos oder in den Gesichtscremes besitzen sozusagen keine Pflegewirkung, eher verstopfen sie die Poren der Haut und legen sich wie ein Film auf die Haut bzw. auf das Haar. Sie machen Haut und Haar geschmeidig und weich. Man kann von einer optischen Täuschung reden, denn unsere Haut oder das Haar fühlen sich nach dem Auftragen phänomenal an….

mascaraParabene sind chemische Verbindungen aus der Gruppe der Hydroxybenzoesäure. Man sagt, dass sie eine schwache Östrogen-ähnliche Wirkung zeigen und somit hormonelle Veränderungen im Körper auslösen können.
Parabene werden als Konservierungsmittel für Kosmetika und einige Lebensmitteln (als Zusatzstoffe mit den Nummern E 214 bis E 219 deklariert) eingesetzt, um vor Keimen zu schützen und Haltbarkeit zu verlängern – Ja genau! Ihr habt richtig gelesen, dass betrifft auch Lebensmittel.
Es gibt diverse Diskussionen, ob nun Parabene mit einem geringen Anteil in Kosmetika, wie Hormone im Körper wirken oder für den Menschen unschädlich sind. Für mich war es schockierend zu lesen, dass sie in der Muttermilch nachweisbar sind. Die Konservierungseigenschaft kann über die Haut in den Körper bzw. in die Blutbahn gelangen und so Schaden anrichten. Aus diesem Grunde kann es kein Zufall sein, warum immer mehr Menschen eine Art Allergie oder Unverträglichkeit gegenüber Parabenen haben und die Haut mit z. B. Mitesser oder entzündeten Unterlagerungen reagiert, wie bei MIR.
Es muss nicht unbedingt immer ein Paraben oder ein Silikon sein, auf das man reagiert. Es gibt unzählige weitere Stoffe, auf die die Haut reagieren kann, darunter fallen auch z. B. Parfum, Alkohole, ätherische Öle etc.
Eine Selbstdiagnose gibt euch fürs Erste Gewissheit. Tritt keine Verbesserung der Haut ein, dann sollte man beim Hautarzt einen Hauttest durchführen lassen.

Achtung: Auch Naturkosmetik kann hormonell wirksame Stoffe beinhalten, aber in diesem Fall sind diese aus Pflanzen gewonnen. Zum Beispiel findet man die unter der Bezeichnung „japanisches Geißblatt“ (engl: japanese honeysuckle). Dieser Stoff kann hormonell wirken, muss aber nicht. Wer allgemein eine empfindliche Haut hat, sollte ihn jedoch vermeiden.

Ich habe mich dazu entschlossen, komplett auf Parabene zu verzichten, die in Kosmetika verwendet werden.
Silikone sind bei mir nur selten in Verwendung. Meiner Haut geht es besser, seitdem ich die Produkte mit  Parabenen nicht mehr verwende. Meine Pflegeroutine hat sich nicht geändert. Ich benutze eine Gesichtscreme aus einer Naturkosmetikserie und benutze zur Entfernung meines Make ups eine milde Baby-Waschemulsion :-). Mein Make up habe ich umgestellt und benutze zu 80 % nur veganes Mineral Make up. Ab und an verwende ich auch eine selbst angerührte Pflege für Gesicht, Haar und Körper – dazu wird es bald auch einen Artikel geben 😉

Fazit: Wenn ihr eine gereizte Haut bei Euch festgestellt habt und vergeblich nach dem Grund für die Verschlechterung der Haut gesucht habt, empfehle ich euch vorerst eine Selbstdiagnose durchzuführen:

1) Schaut euch unbedingt die Inhaltsstoffe der Produkte an, die Ihr täglich verwendet (wenn ihr euch nicht gut auskennt, dann könnt ihr die Definition der Begriffe im Internet recherchieren).

2) Das neu erworbene Produkt ist schuld?- Dann direkt mit den vorherigen Produkten vergleichen, die ihr gut vertragt, um den möglichen Übeltäter zu finden.
TIPP: Je weiter oben man einen Inhaltsstoff findet (1.-3. Stelle), desto höher ist sein Anteil im Produkt.

3) Nehmt euch erst einmal nur einen Inhaltsstoff vor, bei dem ihr das Gefühl habt, dass er Eure Haut reizt und lasst für mindestens 2 Wochen alle Produkte weg, die diesen Inhaltsstoff in der Liste aufführen (auch die Wimpertusche prüfen, wird oft unterschätzt).

4) Die Haut braucht Zeit, um sich von den Strapazen zu erholen. Wenn die Reizung verblasst bzw. verschwunden ist, dann solltet ihr euch eine kleine Stelle im Gesicht aussuchen, an der ihr erneut das Produkt auftragt. Je nach Hauttyp kann es ein paar Tage dauern, bis eine Reizung auftritt – Deshalb ist hier die Devise: aufmerksam zu sein und die Stelle  zu beobachten! Tritt die Reizung erneut auf, ist es sehr wahrscheinlich, dass ihr es nicht vertragt, dann solltet ihr besser nach einer Alternative schauen.

Ebenso versuche ich gewisse Lebensmittel, so wenig wie möglich zu essen, die bei mir ebenfalls Hautunterlagerungen verursachen – Weshalb??
Erfahrt ihr in meinem nächsten Artikel 🙂

Eure Feri for rethinker