Hallo liebe Rethinker,

ich bin Jenny, 29 Jahre alt (fast 30 ;)) und Pole Fitness Trainerin.
2012 habe ich mit Pole Fitness angefangen und seit 2013 leite ich auf Selbständigenbasis ein Pole Studio in Bonn. Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht, wie man so schön sagt. Ich unterrichte an mind. 5 Tagen/Woche und habe ca. 20-30 Wochenstunden gefüllt mit Sport.

jenny_pole_trainerNach 7 Jahren Bürojob und Kantinenessen wusste ich nicht so recht, wie mein Körper auf die vermehrte körperliche Anstrengung reagieren wird und habe diese Problematik zunächst ausgeblendet. Mein kompletter Schlafrhythmus wurde umgestellt – im Bürojob begann ich um 7.30 Uhr mit der Arbeit, – da meine Pole Kurse bis 22.00 Uhr gehen, komme ich vor 2.00 Uhr nicht ins Bett und kann vor 11.00 Uhr schlecht aufstehen. Mein Frühstück nehme ich somit erst gegen 12.00 Uhr zu mir. Wenn ich Hunger bekomme, esse ich eigentlich alles, was mir in die Finger kommt – ein belegtes Brötchen hier, eine Bifi dort und zwischendurch immer eine Dose Red Bull. Eine zeitlang ging das auch gut…

Im Frühjahr 2015 entschloss ich mich, an zwei Pole Dance Meisterschaften teilzunehmen und erhöhte somit mein Trainingspensum. Ich merkte, dass ich schneller müde wurde und nahm Eisen-, Magnesium- und Kaliumpräparate zu mir. Zudem bekam ich ständig Sodbrennen und musste mich öfters mal übergeben, weil ich vor lauter Sodbrennen nicht einschlafen konnte.
Meine Freunde dachten, das sei die Aufregung, – immerhin stand im Juni die Deutsche Meisterschaft an. Es stellte sich jedoch heraus, dass die Beschwerden von der schlechten Ernährung kommen mussten. Ich ließ also das Red Bull weg und stieg komplett auf Wasser um – und zwar ohne Kohlensäure! Ich habe immer gesagt, dass ich stilles Wasser langweilig finde, aber ich fühlte mich schnell besser.
Um das Sodbrennen zu vermeiden, stieg ich auf eine basische Ernährung um – viel Kartoffeln ohne Soße, keinen Kaffee, keine Cola, dafür als Snack für zwischendurch ein bis zwei Bananen oder einen Kefir. Das Sodbrennen hörte auf – und zu meiner großen Überraschung nahm ich auch noch ab. Mein Körper war auf einmal definierter und knackiger.

jenny_poleMeine Schüler machen sich heute noch gern über mich lustig (“Jenny hat immer ne Banane im Mund”), aber das ist jetzt sozusagen mein Markenzeichen geworden.
Die Deutsche Meisterschaft war ein großer Erfolg für mich – ich habe es unter die Top 10 der besten deutschen Pole Sportler geschafft. Ich achte weiterhin auf meine Ernährung, wobei ich auch öfters mal schwach werde und zu Pizza und Schokolade nicht “Nein” sagen kann.

Jedoch habe ich gelernt, auf meinen Körper zu hören, – trinke ich zu viel Wein oder Kaffee, beschwert sich mein Magen sofort. Mittlerweile esse ich liebend gern gekochten Reis mit Tomaten und Feta – ohne Soße natürlich! Das kann man gut vorkochen und zum Training mitnehmen. Kartoffeln mit Fisch mag ich auch sehr gerne. Neben der richtigen Ernährung war auch die Umstellung meines Schlafrhythmus förderlich. Ich versuche nun, spätestens um 9 oder 10 Uhr aufzustehen, damit ich besser in den Tag komme. Ich bin nicht mehr so träge und kann mehr Dinge erledigen.

Ich würde niemals behaupten, dass ich ein Vorzeigebeispiel für alle Sportler bin, aber wenn man es schafft, ein paar Kleinigkeiten umzustellen, lebt es sich viel leichter und auch ein bisschen gesünder.
Meine Freundin hatte zum Beispiel ständig Probleme mit Gallensteinen und stieg auf eine vegane Ernährung um. Heute hat sie kaum noch Beschwerden und obwohl sie Pommes mit Majo liebt, kann sie sich zurück halten, weil sie weiß, dass der Körper sich für diese kleine Sünde rächen wird.
Meine Message lautet somit: Hört auf euren Körper – er gibt euch alle Antworten, die ihr braucht 😉

by Jenny

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