Beikost: Bitte einmal gesund, frisch und bio

Wie wohl viele Eltern konnte ich den Tag kaum abwarten, an dem Leon zum ersten Mal etwas „richtiges“ zu Essen kriegen würde. Gedanklich malte ich mir schon aus, wie er sich auf alles stürzen wird, was er in die Händchen bekommt und ich ihm täglich neue leckere Gerichte zaubere.

Als Eltern kennt man es: Vorstellung und Realität liegen in etwa so nah beieinander wie Nord- und Südpol. Der vierte und fünfte Monat ging vorbei und plötzlich fand ich die Vorstellung, jeden Tag eine zusätzliche Stunde in der Küche zu stehen doch nicht mehr ganz so praktikabel. Dazu hatte ich immer noch geburtsbedingten Bandscheibenprobleme, die mich mehr zum Liegen zwangen, als es mir lieb war. Und schon war das Dilemma da, denn Fertigessen für mein Kind war eigentlich auch keine Option.

Ist Beikost eine Wissenschaft?

Je mehr ich mich mit dem Thema Beikost auseinandersetzte, desto verunsicherter wurde ich. Was war denn nun der richtige Weg: Brei nach Plan, BLW, eine Mischung aus beidem oder gar nichts von alldem? Nachdem ich im vierten Monat noch ungeduldig war und es nicht abwarten konnte, Leon endlich etwas probieren zu lassen, war ich nach und nach so verunsichert, dass ich gar nicht mehr starten wollte. Im sechsten Monat erfüllte Leon dann alle Beikostreifezeichen und ich fühlte mich noch immer, als würde ich vor einer Wissenschaft stehen, die erst studiert werden will.

Fertigessen: Nein Danke, Kochen: Ja bitte, aber wann?

Fest stand für mich, dass Leon nur Lebensmittel bekommen soll, die so rückstandsfrei wie möglich sind und die bestmögliche Qualität haben. Bedeutet, dass ich ihm nur Lebensmittel in Bio- oder besser noch, aus biodynamischer Landwirtschaft, also in Demeterqualität geben wollte. Zusätzlich ist mir sehr wichtig, dass er im ersten Jahr weder Zucker noch Salz zu sich nimmt. Er soll die Lebensmittel und dazu gehörende Geschmäcker erst einmal so rein wie möglich kennenlernen können. Somit fielen viele fertigen Gläschen schon mal weg und von denen, die übrig blieben war ich auch nicht begeistert, da ich davon ausgehe, dass wichtige Vitamine durch Herstellung und Lagerung einfach verloren gehen. Der frische Geschmack fehlte mir auch.

Mit dem Kochen sah es aber wirklich nicht gut aus. Leon ist so ein unglaublich aktives Baby, das meistens nur zwei Mal täglich für 30 Minuten ein Nickerchen macht und den Rest der Zeit am liebsten Action hat. Die Trage ging eine Zeit lang aufgrund meiner Rückenschmerzen und seines hohen Gewichts nicht mehr, also musste ich mir wohl erst einmal eine andere Lösung einfallen lassen.

Warum nicht BLW?

Eigentlich war und bin ich ja noch immer ein riesen Fan von BLW. Die Vorteile dieser Methode liegen einfach klar auf der Hand. Das Kind darf Lebensmittel in Formen, Farben und Geschmäckern selbst mit allen Sinnen entdecken. Leider hat sich dieser Traum aber zumindest für den Beikoststart bei uns ausgeträumt. Denn bei Banane und Avocado ist dann auch schon Schluss mit dem Entdecken. Auch, wenn ich alle Regeln beachte (Beikostreifezeichen erfüllt, aufrechtes Sitzen), so schafft Leon es leider immer wieder, sich wahnsinnig zu verschlucken. Für dieses Experiment bin ich dann doch zu ängstlich und warte noch ein paar Monate.

Am Ende ist doch alles gut

Ich bin so froh, dass ich letztendlich eine Lösung gefunden habe, mit der wir alle glücklich sind.

Die Firma Yamo bereitet Babybrei kaltgepresst zu und liefert den noch gekühlten Brei mit hochwertigen Biozutaten direkt nach Hause.

Geschmacklich kann ich sagen: Ich esse äußerst gerne Leons Rest J

Man schmeckt tatsächlich – anders als bei vielen Breien aus dem Glas – jede Zutat heraus und merkt, dass das Obst und Gemüse frisch verarbeitet wurde.

Saft und auch Öl ist meist bereits im Brei enthalten, was ebenfalls noch ein wenig Geld und Arbeit spart. So lange Leon mit festem Essen noch nicht so gut klar kommt ist diese Option für uns wirklich klasse. Am liebsten mag Leon die Sorte „Broccoly Balboa“ bestehend aus Broccoli, Banane und Grünkohl. Manchmal verfeinere ich noch mit ein wenig Avocado oder Tahinmus. Ich denke, dass ich in den nächsten Wochen, wenn Leon die ) Monate ansteuert, auch ein paar andere Gemüsesorten hinzumischen werde.

Ich werde berichten, wie es bei uns beim Thema Beikost und Essen für Kleinkinder weitergeht.

by Julia