Warum haben wir Angst vor Veränderungen?

Es ist das natürlichste der Welt, das wir altern. Unser äußeres Erscheinungsbild unterliegt einem ständigen Wandel und auch unsere körperliche Leistungsfähigkeit verändert sich im Laufe unseres Lebens.
Das gleiche gilt für unsere Interessen, unsere Berufung und die Menschen mit denen wir uns umgeben. All das kann sich je nach Lebensphase verändern.
Unaufhaltsam sind auch der Wandel der Gesellschaft, die Gesetze, das Klima. Das fordert uns eine extrem hohe Flexibilität ab, sei es geistig, körperlich, beruflich und gesellschaftlich.

Warum empfinden wir diesen natürlichen Rhythmus des Lebens dann so oft als etwas Beängstigendes?
Der Mensch ist ein Gewohnheitstier. Viel zu oft halten wir an bestehenden Mustern fest, die uns vertraut sindund sich bewährt haben. Unsere Erziehung, die Erwartungshaltung unseres Umfeldes können uns manchmal regelrecht erdrücken. Sie haben uns schon in der frühen Kindheit Muster vorgegeben, an die wir uns halten.
Selbst, wenn sie uns belasten, können wir uns nur schwer von ihnen lösen. Wir setzen uns dadurch selber Grenzen im Kopf.  Oft gehen wir davon aus, dass Dinge sich nachteilig für uns auswirken werden, anstatt eine Chance darin zu erkennen.
Ihr kennt sicherlich Sätze wie: „Das kannst du vergessen, in dem Alter ändert man sich nicht mehr.“
Früher habe ich mich selbst oft bei solchen Aussagen ertappt. Ich habe mich selbst in meinem Handeln beschränkt und dadurch festgelegt, was ich für ein Mensch bin, welche Weltansicht ich vertrete, wie meine Zukunft auszusehen hat. Und auch Menschen in meinem Umfeld wurde dieser Stempel aufgedrückt. Inzwischen habe ich mich davon lösen können und lebe nach der folgenden Erkenntnis.

Alles ist permanent im Wandel. Das Leben ist dynamisch, nichts ist in Stein gemeißelt.
Alles, was du heute kennst und hast, kann morgen schon Vergangenheit sein. Glück und Leid liegen so nah beieinander.
Erlebnisse, Schicksalsschläge, Begegnungen mit anderen Menschen – all das trägt dazu bei, dass sich unsere Denkweise, Verhalten, Weltanschauung und unser Umgang mit anderen Menschen verändert.

Wie können wir mit unserer Angst vor Veränderung umgehen?
1. Veränderung als Chance sehen
Wie frei müsste man sich doch eigentlich fühlen, wenn noch einmal alles neu zu entscheiden wäre? Manchmal sollte man einfach nur etwas Geduld haben, während die Dinge sich neu anordnen. Denke positiv und lenke deine Gedanken in diese Richtung. Nimm dir die Zeit Dinge zu verarbeiten. Mache einen Spaziergang in der Natur. Auch verschiedene Atmentechniken und weitere Entspannungsübungen können beruhigend wirken.

2. Stärke dein Selbstbewusstsein
Denke an vorherige Veränderungen in deinem Leben, wie z.B. einen Umzug, die Trennung von einem geliebten Menschen oder einen neuen Job. Auch diese Veränderungen hast du gemeistert und sie haben dich i.d.R. als einen stärkenen Menschen hervorgehen lassen.

3. Alternativen erörtern
Besprich verschiedene Optionen mit deinen Freunden und deiner Familie. Sie kennen dich gut und werden dir Ratschläge geben können. Gibt es tatsächlich nur den einen Weg? Welche Optionen habe ich evtl. noch?

Denke immer daran:

Veränderung ist zu Beginn schwer,
In der Mitte etwas chaotisch
und am Ende wunderschön.

by Corinna