Hallo ihr Lieben,

sabrina wolfmein Name ist Sabrina, ich bin 22 Jahre alt und studiere Lehramt in Heidelberg. Nebenbei arbeite ich in zwei Fitnessstudios als Trainerin auf der Fläche oder als Kurstrainerin.

Seit ich 16 Jahre alt bin, leide ich unter Migräne.

Meiner ersten Migräneattacke folgten weitere – ca. jeden zweiten Tag.

Warum ich von heute auf morgen zur Migränepatientin wurde? Gute Frage! Und darauf habe ich leider bis heute noch keine Antwort gefunden…

Wenn du vielleicht selbst Migränepatient bist oder in deinem Freundeskreis jemanden hast, dann weißt du, wie schlimm Migräne sein kann und wie sehr es einen aus der Bahn wirft. Viele können bis zu drei Tage nicht aus ihrem stillen und dunklen Zimmer, weil sie so sehr unter Kopfschmerzen, Übelkeit, Erbrechen und/ oder  Licht- und Geräuschempfindlichkeit leiden.

Ich möchte dir in diesem Post nicht von meiner Ärztereise erzählen oder wie viele Tabletten, Vitaminpräparate, Öle und Tees ich ausprobiert habe, sondern ich möchte dir erzählen, welche Möglichkeiten es gibt, Migräne vorzubeugen, zu verringern oder vielleicht sogar ganz verschwinden zu lassen – und das ohne Tabletten zu schlucken.

Der Rhythmus macht’s!

Ein regelmäßiger Tagesablauf kann helfen, Migräneattacken vorzubeugen. Mit regelmäßig meine ich: zur gleichen Zeit aufstehen, zur gleichen Zeit essen und zur gleichen Zeit schlafen gehen.

Ich persönlich habe festgestellt, dass es mir schon hilft, wenn ich im regelmäßig esse und in einem einigermaßen gleichen Rhythmus aufstehe. Wann ich tatsächlich ins Bett gehe, ist dann relativ.

Aber hier gilt: jeder Mensch ist anders, du musst es eben für dich selbst über längere Zeit ausprobierenund herausfinden!

Migränetrigger in der Nahrung

Ich möchte hier keine Nahrungsmittel, die Migräne auslösen können, auflisten. Diese Listen findet ihr in Büchern oder im Internet in Massen. Aber ich möchte den Migränepatienten unter euch eine Sache ans Herz legen: probiert es aus!

Meine „Weg-lass-Diät“

Ich habe diese „Diät“ in dem Buch „Migräne für Dummies“ gefunden. Es handelt sich nicht wirklich um eine Diät im allgemein bekannten Sinne sondern einfach darum, gewisse Nahrungsmittel wegzulassen und dabei herauszufinden, welche die persönlichen Trigger sind.

Schritt 1: Ich habe mir eine Liste mit Nahrungsmitteln die Migränetrigger sein können, aus diesem Buch und aus dem Internet herausgeschrieben – nur die, die ich auch wirklich mag und esse!

Schritt 2: Ich habe diese Nahrungsmittel vier Wochen lang von meiner Speisekarte entfernt. Das war nicht leicht, denn man muss so ziemlich ALLES selbst machen, damit man sicher sein kann, dass keine Geschmacksverstärker oder sonstige Zusatzstoffe in den Speisen enthalten sind.

Schritt 3:  Ich habe nacheinander immer ein Nahrungsmittel in meine Mahlzeiten aufgenommen – für ca. 1-2 Wochen. War es ein Trigger, habe ich es wieder weggelassen und das nächste Nahrungsmittel in meinen Speiseplan wieder aufgenommen.

Ergebnis:  Bei manchen Nahrungsmitteln habe ich schon nach ein oder zwei Tagen gemerkt, dass sie bei mir Migräne auslösen. Bei anderen kam auch nach zwei Wochen noch keine Attacke. Auf diese Art habe ich meine persönlichen Trigger in der Nahrung herausgefunden. Ich kann darauf achten und versuchen sie zu meiden. Das ist nicht immer leicht und manchmal nahezu unmöglich.

Und: es besteht natürlich immer die Gefahr, dass genau dein Lieblingsessen deine Migräneattacken auslöst!

Migräne und Sport

Dass Sport und Bewegung einen positiven Einfluss auf die Gesundheit des Menschen hat, ist bekannt – ebenso, dass Bewegung das Risiko für viele Krankheiten verkleinert.

So hat sich auch bei Migräne herausgestellt, dass gerade Ausdauersport dazu führt, dass die Migräneattacken weniger werden.

Wenn die ersten Anzeichen für eine Migräneattacke auftreten, kann jedoch Sport diese im negativen Sinne beeinflussen: die Attacke kommt schneller oder wird sogar schlimmer.

Ebenfalls hilft es sich zu entspannen. Gewisse Entspannungsmethoden wie Qi Gong, Yoga oder auch Progressive Relaxation können in Kursangeboten wahrgenommen werden. Oft gibt es auch gemischte Kurse, in denen man zuerst ganz verschiede Methoden erlernt und so die Methode findet, die einem selbst hilft. Nicht jeder reagiert gleich auf jede Entspannungsmethode. Mir persönlich gefällt Yoga total gut im Training, jedoch entspanne ich viel besser bei Qi Gong und der Progressiven Relaxation. Danach ist meine Migräneattacke sogar oft weg und das ganz ohne Medizin. Man muss es also austesten – dereine entspannt vielleicht super bei Yoga, einanderer bei Qi Gong oder einem anderen Verfahren.

Ihr seht also, den lästigen Migräneattacken kann man auch ohne Medikamente den Kampf ansagen. Und ich kann euch etwas wirklich ans Herz legen: gebt nicht auf!

Geht im Notfall zu vielen verschiedenen Ärzten. Probiert alles Mögliche aus. Es ist nicht sinnvoll, sich einfach mit Medikamenten vollzustopfen – es gibt auch andere Lösungen!

by Sabrina