Sevilla: Der perfekte Städtetrip mit Vitamin-D Overload

Sevilla: Ein Muss für alle Sonnenanbeter
Wer im Winter Sonne tanken möchte, der muss Europa nicht zwingend verlassen.
Die andalusische Stadt Sevilla versorgt euch mit 300 Sonnentagen im Jahr und gehört damit zu den wärmsten Städten Europas. Aber neben dem schönen Wetter hat die historische Stadt noch einiges zu bieten.

Zeitsparen bei der Besichtigung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten
Der mittelalterliche Königspalast “Alcazar” hat eine weitreichende Geschichte, die bis in die Zeit der maurischen Besatzung reicht. Die Anlage wird bis zum heutigen Tage von der spanischen Königsfamilie genutzt. Die Gärten dienten unter anderem als Drehort für die Serie „Games of Thrones“ und ziehen dadurch ebenfalls zahlreiche Besucher an.
Kein Wunder also, dass sich kilometerlange Schlangen vor den Eingängen bilden. Das liegt unter anderem an der Strategie der Tour Guides. Der normale Eintritt beträgt um die 8 €, die Tour Guides bieten Touren hingegen für 25 € an, die auf den ersten Blick völlig überteuert scheinen. Drei Stunden später sahen wir das Thema dann anders.
Plötzlich wurde uns klar, warum wir kaum vorankamen. Vor den Augen der Wartenden wurde eine geführte Gruppe nach der anderen an uns vorbei manövriert…ein schönes Beispiel für den Kapitalismus. So kann man sich inzwischen selbst die „fast lane“ vor dem Museum erkaufen.
Besucher, die diesem Angebot nicht folgen möchten, sollten viel Zeit mitbringen. Denn von dieser Schlange werden jede halbe Sunde nur 15 Personen durchgelassen.

Als wir dann jedoch den Palast betreten durften, wurden wir definitiv entschädigt. Die Anlage ist in sehr gutem Zustand und zählt zum UNESCO-Weltkulturerbe. Am schönsten war jedoch der königliche Garten, der selbst im Dezember voller Orangen und Blüten war. Im Sommer soll er wohl zu einem der wenigen Plätze der Stadt gehören, in dem man die brütende Hitze aushalten kann.
Man taucht in eine andere Zeit ein. Für mich definitiv eins der Highlights in Sevilla.

Gegenüber dem Palast befindet sich die wunderschöne und sehr bekannte Kathedrale der Stadt, die ebenfalls unbedingt einen Eintritt wert ist. Auch hier sollte man etwas Geduld mitbringen.
Der Plaza de España mit einer Reihe von Kachelornamenten, welche an die 48 spanischen Provinzen erinnern sollen, ist ebenfalls ein Muss.

Ein deutscher Architekt (Jürgen Mayer H.) hat seine Spuren in Sevilla hinterlassen, der Metropol „Parasol“ ist eine Holzkonstruktion in der Altstadt von Sevilla. Das futuristische Gebilde erinnert an riesige Pilze und soll als Sonnenschutz dienen. Von oben hat man den besten Ausblick über die Stadt und deutlich mehr Platz, als auf dem Turm der Kathedrale. Da der Bau sich erheblich verzögerte und dadurch auch verteuerte, wird er von vielen Sevillanos sehr kritisch gesehen.

Lebenslust der Sevillanos
Als ich mich auf die Suche nach Rethinker Locations machte, wurde es tatsächlich ziemlich mau.
In Andalusien sucht man lange nach Sojamilch und Grünen Smoothies. Zahlreiche Tapasbars schmücken dafür die Straßen. Kein Wunder, denn Sevilla gilt als die Geburtsstadt der Tapas. Bereits um 15 Uhr sind hier alle Plätze besetzt und die Einheimischen genießen ihr Leben mit köstlichen Kreationen und jeder Menge Wein und Bier.
Das Lebensgefühl ist unglaublich ansteckend. Und so gab es auch für uns eine Pause von den Grünkohl-Kombis dieser Welt 😊

Wer trotzdem nicht auf seine grüne Saftladung verzichten sollte, der wird im Jester fündig. Hier gibt’s leckere Säfte, Acai-Bowls und Chia-Pudding.
Wer richtig gutes Essen genießen möchte, der sollte im „La Bernada“ oder im „Casa Manolo Léon“ vorbeischauen. Beide Lokale haben eine herausragende Küche und ein wunderschönes Ambiente.

Fazit:
Sevilla ist eine wunderschöne Stadt, die besonders bekannt für ihre Prozession während der Ostertage ist. Für alle Sonnenhungrigen, die das andalusische Lebensgefühl lieben, definitiv auch unterjährig einen Trip wert.
Bei der Anreise solltet ihr jedoch beachten, dass in den Wintermonaten der Flughafen „Jerez de la Frontera“ nur unregelmäßig angeflogen wird. Von Málaga bis Sevilla braucht ihr zwei gute Stunden mit dem Auto.
Die perfekte Reisezeit ist im Frühjahr bzw. im Herbst. Denn im Sommer steigen die Temperaturen bis über 40 Grad!

by Corinna

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