Soziale Netzwerke wie foodisch treffen den Nerv der Zeit

Was genau verbirgt sich hinter dem Netzwerk „Foodisch“?
Wir sind eine dynamische und sehr internationale Community aus Food Enthusiasten, die ein Bewusstsein fürs Essen schärfen wollen. Bei uns kann jeder Hobbykoch seine eigene kulinarische Geschichte erzählen. Dazu muss man sich registrieren, uns eine Anfrage zuschicken, und los geht’s.

Wie kommt man auf die Idee, ein soziales Netzwerk für gemeinsames Essen zu gründen?
Es fing alles mit einem sehr guten persischen Freund namens Mohammed in New York an. Wir haben uns rege über subtilen Rassismus unterhalten und überlegt wie man im politisch paranoiden Amerika mithilfe eines Diskurses Brücken und Gemeinsamkeiten betonen kann und für Aufklärung sorgt anstatt immer nur zu spalten. Wir wollten zeigen, dass Mohammed & Mohammed auch Spaß machen kann und nicht immer im Bombenanleitungs—Seminar endet.

Nach knapp 25 Events in NY bin ich aus privaten Gründen nach Berlin gezogen, habe mich mit Airbnb zusammengeschlossen und bin online gegangen. Seitdem haben wir in Berlin knapp 90 Veranstaltungen kreiert.

Sehr cool, also seid ihr über den multikulturellen und aufklärerischen Gedanken zu einem Netzwerk gelangt, das die Menschen über Essen verbinden soll.
Essen ist ganz klar das neue Ausgehen. Nachdem die Menschen ihren Körper gerade in Berlin in exzessiven Berghain-Partynächten kaputt gefeiert haben, verwöhnen wir endlich unseren Tempel und schaffen gesunde Rituale. Der Trend geht klar zu achtsamerem Essen – man will sich was gönnen und seinen guten Geschmack exponieren.

Bei foodisch wird ein gemeinsames Erlebnis kreiert – von der Planung bis hin zum Talk.  Und das kann kein Restaurant bieten.

Erzähl mal etwas über dich, was hast Du vor deiner Idee zu Foodisch gemacht?
Ich habe einen Master of Science in Politik und Wirtschaft absolviert. Vom Gymnasiallehrer, 10 Jahre Corporate bei der MunichRe und DKV und PR und Model bei Dsquared habe ich viele Industrien bereits ausprobiert.

Es war an der Zeit meine eigene Geschichte zu erzählen.

Welche Schritte sind als nächstes geplant?
Wir wachsen gerade sehr organisch. Das Produkt und die Benutzerfreundlichkeit müssen noch den letzten Feinschliff bekommen. Ganz klares Ziel ist die kontinuierliche Vergrößerung unseres Teams, die Internationalisierung des Unternehmens und unsere weltweite Community weiter wachsen zu lassen.
Lieber Zehntausende Nutzer, die die Plattform lieben und wirklich voranbringen wollen, als Hunderttausende, die es ein bisschen mögen. B2B-Kooperationen mit anderen StartUps, u.a. Foodsharity und Rethinker, sind geplant.
Stay tuned!

by Simo & Julia