Detoxen leicht gemacht – 10 wichtige Tipps für Einsteiger

Zu Beginn der Fastenzeit haben wir gemeinsam mit unserer Community eine Detoxchallenge gestartet 😊
Über Instagram veröffentlichen wir täglich ein Rezept aus der Community, dass dich beim Detoxen bis zur Osterzeit unterstützen soll.
So einfach sich die Zubereitung von Säften und Smoothies auch anhört, so viel kann man gleichzeitig falsch machen.

Hier kommen die 10 wichtigen Tipps für eine erfolgreiche Detoxchallenge:
1. Smoothies vs. Juices
Smoothies werden mit einem Mixer zubereitet, bei hohen Umdrehungen werden alle Bestandteile deiner Zutaten miteinander vermischt. Du erhältst also einen hohen Ballaststoffanteil. Die Nährstoffe befinden sich zum großen Teil in den Zellgeweben. Dadurch sind Smoothies auch sättigender.
Entsafter arbeiten mit weniger Umdrehungen und trennen den Saft dabei aus den Pflanzenfasern heraus. Am Ende entsteht pure Flüssigkeit, ein Großteil der Ballaststoffe bleibt im sogenannten Trester der Maschine. Dadurch sind Säfte leichter verdaulich und die Nährstoffe gehen über den Verdauungstrakt schnell ins Blut. Hierbei solltest du aber beachten, dass durch die Oxidation Nährstoffe schnell verloren gehen. Du solltest deinen Saft innerhalb von 20 Minuten trinken.

2. Nicht jeder Smoothie oder Saft eignet sich zum Detoxen
Achte darauf, dass deine Smoothies oder Säfte aus 2/3 Gemüse oder Kräutern und 1/3 Obst bestehen.
Smoothies mit einem hohen Fruchtanteil schmecken lecker, sind aber noch lange nicht super gesund.
Früchte enthalten Fruktose, der den Blutzuckerspiegel ebenfalls in die Höhe treibt. Wenn du dein Frühstück mit einem Smoothie oder Saft ersetzen möchtest, kann dieser einen höheren Obstanteil haben, da du die entstehende Energie verbrauchen wirst. Abends solltest du darauf achten, dass du die oben genannte Faustregel einhältst.

3. Keep it simple!
Als Einsteiger solltest du lediglich 1 Obstsorte, 1 Grünes Blattgemüse und Wasser verwenden, dadurch sind Grüne Smoothies viel besser verträglich. Nach und nach kannst du ihn gerne mit weiteren Zutaten anreichern, achte jedoch darauf , dass du keine stärkehaltige Gemüsesorten gemeinsam mit Früchten und Obst verzehrt. Das kann im Darm zur Fermentation und damit zur Gasbildung (Blähungen) führen.

4. Bitte in Bioqualität!
Durch Juicing oder Smoothies kannst du die empfohlene Meine von 5 Portionen Obst und Gemüse pro Tag deutlich überschreiten. Dabei solltest du jedoch auf Produkte aus biologisch angebauten Produkten achten, die frei von Hilfs- und Schadstoffen sind.
Ansonsten führst du dir eine ordentliche Ladung Pestizide zu.

5. Speichelalarm 😊
Smoothies uns Säfte ersetzen eine vollwertige Mahlzeit. Du solltest sie Schluck für Schluck trinken und sie auf keinen Fall, wie ein normales Getränk runterkippen.
Es hört sich jetzt etwas strange an, aber versuche jeden Schluck einzuspeicheln. So kannst du die Verdauungsaktivität fördern und die Nährstoffaufnahme verbessern.

6. Slowjuicen ist angesagt
Zu Beginn solltest du mit einem Smoothie oder Saft starten. Achte auf die Reaktion deines Körpers, immerhin handelt es sich hierbei um ein lebendiges, organisches Lebensmittel, das einiges in deinem Organismus auslösen kann. Insbesondere, wenn du dich sonst nicht allzu gesund ernährst, solltest du deinem Körper Zeit für die Umstellung geben.
Es kann vorkommen, dass deine Haut mit Pickeln, Spannungen bis hin zu Ekzemen reagiert, da sich Schlacken in deinem Körper lösen können und über dein größtes Organ, die Haut, ausgeschieden werden. Ich weiß aus Erfahrung, wie unangenehm es während der Umstellung ist, aber besser das Zeug kommt raus, als das es sich in deinen Organen abzulagern.

7. Mein Evergreen Gerstengras
Bei mir kommt in jeden Grünen Smoothie noch eine ordentliche Ladung Gerstengras. Gerstengras gehört zu den kostbarsten Lebensmitteln der Welt, denn es enthält eine Fülle von wertvollen Inhaltsstoffen. Es reguliert den Säure-Basen-Haushalt und ist dadurch unerlässlich für unsere Ernährung. Gerstengras enthält mehr Calcium als Kuhmilch, mehr Vitamin B1 als Vollkornweizen, mehr Eisen als Brokkoli, mehr Vitamin C wie Orangen sowie Zink. Durch seinen hohen Anteil an Antioxidantien soll es die Entstehung von Krebszellen verhindern können. Für Menschen, die an der chronischen Darmerkrankung Colitis Ulcerosa leiden, ist Gerstengras ein wichtiges Heilmittel. Es lindert die Symptome und stellt das Gleichgewicht im Darm wieder her.Du kannst Gerstengras in Pulver oder Kapselform kaufen, aber es auch selbst anbauen. Dann schmeckt es auch am besten.

8. Grün ist nicht gleich grün
Für Grüne Smoothies gilt umso grüner das verwendete Gemüse, umso effektiver für deine Gesundheit. Konzentriere dich also auf Gemüsesorten, die ordentlich Chlorophyll haben. Von Kohlsorten, wie Eisbergsalat oder Spitzkohl solltest du lieber die Finger lassen.
Spinat eignet sich auf Grund seines hohen Chlorophyllanteils und seines milden Geschmacks hervorragend. Insbesondere Tiefkühlspinat (ausgewachsene Blätter) enthalten relativ viel Oxalsäure, die sich bei übermäßigem Verzehr negativ auf die Nieren auswirken kann. Ich kaufe am liebsten jungen Babyspinat, da er wenig Oxalsäure hat.

9. Alternative Zutaten für Grüne Smoohties
Meine Lieblingszutaten außer Babyspinat sind definitiv Feldsalat, Rucola, Petersilie und Minze. Wirsing und Grünkohl sind auch noch in Ordnung 🙂
Fragt doch mal bei dem Bioladen eures Vertrauens nach, ob ihr dort frische Blätter von Wurzelgemüse wie Kohlrabi, Rote Beete, Karotten etc. mitnehmen dürft, diese eignen sich ebenfalls hervorragend.
Wenn du es ausgefallener haben möchtest, teste doch mal Löwenzahn oder Brennessel. Da habe ich mich ehrlicherweise noch nicht herangetraut.

10. Aufbewahrung in Plastik-(PET) oder Aluminiumgefäßen
Natürlich sind Plastikflaschen oder auch Alu-Gefäße optimal, wenn man mit seinem Powerdrink unterwegs ist, aber es kann verschiedene Auswirkungen auf die Qualität eures Drinks haben.. Umso länger die Aufbewahrung andauert, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit das sich geringste Bestandteile lösen können, die gesundheitsschädigende Auswirkungen haben können. Auch der Geschmack kann sich verändern.
Glasbehälter liegen hier also ganz weit vorne.

Ich freue mich über die vielen tollen Rezepte, die ihr mit uns auf Instagram teilt! Ihr seid die Besten!!!
Und hoffe, dass ihr den ein oder anderen Saft oder Smoothie auch noch nach der Challenge beibehaltet.

by Corinna

Besonderer Dank geht an Simon Hecht für das Titelbild.